Fragen und Gerüchte


Keine Propaganda auf Kosten der Flüchtlinge

Download
Falter Fluechtlinge sind Schuld.pdf
Adobe Acrobat Dokument 67.2 KB

Fragen zu Handys und Geld

 

Wie kann sich nahezu jeder Asylbewerber ein Smartphone mit Internetzugang leisten?

Die meisten Flüchtlinge kommen bereits mit einem Handy nach Deutschland. Dieses Smartphone benötigen sie als Kontakt zur Heimat und bei der Flucht. Das GPS hilft bei der Orientierung. In vielen Ländern Afrikas produzieren Handy-Hersteller günstige Smartphone- Varianten für Länder mit geringerer Wirtschaftskraft. Das Handy ersetzt in diesen Ländern das bis heute oftmals nicht ausgebaute Festnetz. Smartphones sind oft der einzige Besitz, der Flüchtlingen geblieben ist und dient auch für Übersetzungen.

 

Wer kommt für die Handykosten der Asylbewerber auf?

Die Verbindungskosten müssen die Asylbewerber selbst bezahlen. Günstige Flatrates sind nicht möglich. Ohne Pass kann man keinen Vertrag abschließen. Die Asylbewerber müssen auf Prepaid-Modelle zurückgreifen und diese vom Taschengeld bezahlen, das sie erhalten. Zudem nutzen sie fürs Internet kostenlose, öffentliche WLAN-Zugänge.

 

Woher haben die Flüchtlinge das Geld, um die teilweise horrenden Summen für Schleuser zu bezahlen?

Aussagen der Asylbewerber bei Polizei und Helferkreisen zufolge legen ganze Dörfer zusammen und verkaufen Ziegen oder andere Besitztümer, um einem Mitbürger die Flucht zu zahlen. Andere wiederum gehören dem Mittelstand an und verwenden ihre gesamten Ersparnisse für die Kosten der Flucht.

 

Wo wohnen anerkannte Asylbewerber?

Sobald die Asylbewerber Geld verdienen und eine Wohnung auf dem Markt finden oder aber Räumlichkeiten im sozialen Wohnungsbau frei sind, müssen die Asylbewerber aus den dezentralen Unterkünften ausziehen. Ansonsten gibt es für sie als sogenannte Fehlbeleger Überbrückungszeiträume in Container-Unterbringung oder angemieteten Wohnungen.

 

Wieviel Geld erhalten Asylbewerber pro Monat?

Die Asylbewerber erhalten während des Asylverfahrens für 15 Monate Grundleistungen entsprechend den Asylbewerberleistungsgesetz. Diese splitten sich wie folgt auf: Kosten für Unterkunft einschließlich Nebenleistungen, ein soziokulturelles Existenzminimum (Taschengeld in bar) von 143 Euro im Monat bei einem alleinstehenden Erwachsenen sowie ein physisches Existeinzminimum von 183 Euro. Auch nach 15 Monaten bleiben die Betroffenen in diesem Hilfssystem. (Stand 2015)


Absurde Gerüchte kursieren im ganzen Land.

 

Bevor man Gerüchten Glauben schenkt, sollte man immer hinterfragen, wo sie herkommen und wer sie gestreut hat.

Grundsätzlich gilt: alle uns bekannten Gerüchte  entbehren jeglicher Wahrheit.

 

Unwahr sind alle folgenden Aussagen:

Die Flüchtlinge dürfen in den Geschäften alles kaufen was sie möchten, die Stadt oder Gemeinde zahlt die Rechnungen.

Die Flüchtlingen bekommen Begrüßungsgeld

Die Flüchtlinge bekommen bei Ankunft ein neues Smartphone

Die Flüchtlinge können kostenlos Zug fahren

Die Flüchtlinge  können sich alles erlauben, wenn sie stehlen, bezahlt das Landratsamt den Schaden

Die Flüchtlinge bekommen alles neu, wie Kleidung, Möbel und Ausstattung

Unsere jungen Frauen können abends nicht mehr sicher ausgehen